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Bei einer Leinwand handelt es sich um eine Bildwand oder um eine Projektionswand, deren Flächen oft farblos oder weiß gestaltet wurden. Zudem wurde die Fläche so erarbeitet, dass sie rückstrahlend wirkt. Dadurch ist es möglich, dass das Licht diffus gestreut wird. Ermöglicht wird somit das entstehende Abbild einer Vorlage.
In den DIN-Vorschriften ist sogar die „Projektion von Steh- und Laufbild“ erklärt worden. So wurde im Teil 4 auf die Lichtbildwände von verschiedenen Standpunkten aus eingegangen. Dazu gehören die Reflexions- und Transmissionseigenschaften der Bildwände sowie deren kennzeichnende Größen. Ferner wurden der Typ der Bildwand sowie die Messung eingeteilt. Dies hat zur Folge, dass es vier Hauptkategorien gibt. Es handelt sich dabei um die Typen D, S, B und R.
Typ D:
Dabei handelt es sich um Leinwände, die durch diffus reflektierende Tuch- und Wandsorten arbeiten. Geeignet sind diese ungerichteten Leinwände für große Blickwinkel.
Typ S:
Hierbei dreht es sich um Tuchsorten, die gerichtet reflektiert werden. Das S für den Typ kommt dabei von Specular. Diese Leinwände zeichnen sich dadurch aus, dass das auf die Leinwand fallende Licht in eine bestimmte Richtung des Raumes gelenkt wird. Dadurch entstehen aber keine Auswirkungen auf die Betrachtung.
Typ B:
Diese Tuchsorten, die für die Leinwände verwendet werden, arbeiten retro-reflexiv. Hierbei kommen Glasperlen zur Anwendung. Durch diese erfolgt die Reflektierung des Lichtes in Richtung der Lichtquelle. Ein anderer Begriff für diese Leinwände ist auch die Perl-Leinwand.
Typ R:
Dabei handelt es sich um Bildwände, die eine Rückprojektion ermöglichen. Dies bedeutet, dass sie nicht der Reflektierung dienen, sondern vielmehr eine Durchlässigkeit aufweisen. Mitunter werden spezielle Aufnahmetechniken angewendet. Dann muss das Bild horizontal gespiegelt werden, damit eine Anspiegelung der hinteren Projektionswand damit erfolgen kann.
Einen Sonderfall stellen 3-D-Projektionen dar. Dafür werden Leinwände mit metallischen Pigmenten benötigt. Der Winkel der Betrachtung ist hier nur eingeschränkt, was mit der Konstruktion dieser Leinwände zu tun hat.
Diese Qualitäten der Leinwände werden im High End Bereich noch erheblich gesteigert. So können Leinwände eine Wölbung besitzen, die eine extrem scharfe Darstellung auf der Bildfläche ermöglichen. Durch die konkave Wölbung einer Leinwand kann beispielsweise ein wesentlich stärkerer Effekt bei den bewegten Bildern erreicht werden.
Natürlich macht der Fortschritt auch vor den High End Leinwänden nicht halt, wie an neu entwickelten Tuchmaterialien festgestellt werden kann. Ein Beispiel ist hier das Tuchmaterial ClearPix2, bei dem es um ein Tuchmaterial geht, das komplett akustisch und transparent ausgearbeitet wurde. Beispielsweise können daher Lautsprecher hinter dieser Leinwand platziert werden.
http://www.highend-magazin.de/highend/high-end-leinwand.html
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